Warum digitale Barrierefreiheit ab Juni 2025 Pflicht wird
Am 28. Juni 2025 tritt in Österreich das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) in Kraft. In Deutschland läuft es unter dem Namen Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG).
Ab diesem Zeitpunkt müssen Websites, Webshops und digitale Dienstleistungen barrierefrei zugänglich sein.
Für bestehende Seiten gilt teilweise eine Übergangsfrist von bis zu 5 Jahren (bis 2030). Neue Inhalte und Funktionen müssen jedoch sofort barrierefrei umgesetzt werden.
Wer ist betroffen?
- B2C-Unternehmen (Kundenkontakt direkt)
- Nicht betroffen: reine B2B-Unternehmen
- Ausnahme: Kleinstunternehmer:innen mit weniger als 10 Mitarbeiter:innen und max. 2 Mio. Euro Jahresumsatz (außer sie bieten Produkte an, die explizit unter das Gesetz fallen)
Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 80.000 €.
Was bedeutet Barrierefreiheit bei Websites?
Barrierefreiheit im Web bedeutet: alle Menschen – auch mit Einschränkungen beim Sehen, Hören, Bewegen oder Verstehen – können Inhalte problemlos nutzen.
Das umfasst z. B.:
- Screenreader-Unterstützung für blinde User
- Untertitel und Beschreibungen für Videos
- Buttons und Links, die groß genug für Touch-Bedienung sind
- klare Sprache und einfache Navigation
5 Gründe, warum dein Unternehmen eine barrierefreie Website braucht
1. Größere Reichweite
In Österreich leben rund 1,4 Millionen Menschen mit Behinderung. Eine barrierefreie Website macht dich für eine deutlich größere Zielgruppe sichtbar.
2. Mehr Loyalität
Menschen mit Einschränkungen bleiben Anbietern treu, die ihnen den Zugang erleichtern. Barrierefreiheit schafft langfristige Kund:innenbeziehungen.
3. Bessere User Experience für alle
Übersichtliche Strukturen, klare Kontraste und einfache Bedienung verbessern die Nutzerfreundlichkeit für alle Besucher:innen – nicht nur für Menschen mit Einschränkungen.
4. SEO-Vorteile
Barrierefreie Websites sorgen für längere Verweildauer und bessere Usability. Das wirkt sich positiv auf dein Google Ranking aus.
5. Rechtssicherheit
Ab Juni 2025 ist die Umsetzung Pflicht. Mit einer barrierefreien Website vermeidest du Abmahnungen und Strafen.
4 Prinzipien der Barrierefreiheit
- Wahrnehmbar → Inhalte sind durch Kontraste, Untertitel, Alt-Texte und Skalierbarkeit für alle zugänglich.
- Bedienbar → Navigation und Buttons sind per Tastatur oder Sprachsteuerung nutzbar.
- Verständlich → Klare Sprache, logische Struktur und Eingabehilfen.
- Robust → Kompatibel mit Hilfsmitteln wie Screenreader oder Braillezeile.
Checkliste: Worauf du bei einer barrierefreien Website achten solltest
- Schrift & Kontraste: Lesbar auch bei Sonnenlicht & Sehschwächen
- Alternativtexte für alle Bilder
- Bedienflächen groß genug für Finger & Touch
- Einfache Sprache und kurze Sätze
- Saubere Struktur mit H1, H2, H3
- Barrierefreie Formulare mit Label-Verknüpfungen
Mit welchen Tools kannst du Barrierefreiheit testen?
- WAVE / Lighthouse → Barrierefreiheit der gesamten Website
- Contrast Checker → Kontraste prüfen
- NVDA Screenreader → Test mit Vorlesefunktion
- PAC → Barrierefreiheit von PDFs prüfen
Fazit: Jetzt handeln lohnt sich
Eine barrierefreie Website ist mehr als nur eine gesetzliche Pflicht – sie bringt deinem Unternehmen:
- mehr Reichweite,
- loyalere Kund:innen,
- bessere User Experience,
- Vorteile bei Google
- und Rechtssicherheit.
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